8. Erfurter-12!Stunden Inlinestaffellauf 12. Juni 2010
Am Sonnabend, den 12. Juni hatte der TSSC Erfurt zum nunmehr 8. 12-Stunden-Inline-Staffellauf eingeladen. Dieses Jahr mit der Rekordbeteiligung von 13 Vereinen. Jetzt, einen Tag später sitzt man da und lässt den vergangenen Tag revue passieren. Es begann wie immer – also kurz nach Mitternacht mit aufstehen, müde aus der Wäsche gucken (das kam dann zum Abend hin noch mal vor), ein kleines Frühstück, Auto beladen und los. Alle waren dann so gegen 7 an der Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle in Erfurt angekommen. Positiv-die Erfurter hatten allen Vereinen schon die Plätze zugeteilt-der Run auf die „besten Plätze“ konnte also ausbleiben. Auf unserem Platz wartete schon unsere Unterstützung, nämlich Heiko, Thomas N. und Lars. Auch Ines - Unterstützung aus Dessau ließ nicht lange auf sich warten. Hier gleich ein großes Dankeschön für die laufkräftige Unterstützung - es hat Spaß gemacht mit Euch. Weiter im Text. Die Autos wurden ausgeräumt, das „Fahrerlager“ inclusive Beach-Flag aufgebaut und aller Proviant zusammengetragen, der irgendwie für einwöchige Verweildauer aussah. Egal, besser zu viel als zu wenig.
Nun schnell noch die Gruppen eingeteilt:
Gruppe 1: Christin, Marcel, Maik, Heiko, Lars und Thomas H. Gruppe 2: Dörte, Maria, Ines, Thomas N., Bernd und Torsten
Nach kurzer Einlaufzeit gab es dann auch schon das Startsignal für die ersten Läufer. Etwas unspektakulär, weshalb es auch von vielen kaum wahrgenommen wurde. Aller Anfang ist schwer, das trifft auch auf die ersten Runden zu. Man braucht ein bisschen, um warm zu werden und sich an die zweifellos gute 400m Betonbahn zu gewöhnen – kurz - um in Tritt zu kommen. Runde um Runde wurde absolviert, die Gruppen 1 und 2 wechselten sich halbstündlich ab und die Stimmung hätte nicht besser sein können. Den halbstündlichen Wechsel praktizieren mittlerweile übrigens fast alle Vereine. Immer wieder dichtes Gedränge im Wechselbereich, bei 13 Mannschaften ist es eben ab und an etwas eng. Von derben Stürzen sind wir aber verschont geblieben. Nur Dörte hatte es leicht erwischt. Sie konnte aber nach Wiederbelebung und Not-OP bis zum Schluss weiterfahren – Speedskater sind hart im nehmen. Nein, war nur Spaß. Bei ihr wurde die sogenannte “Speedskateflechte“ im Kniebereich diagnostiziert – unangenehm, aber nicht schlimm. Ein weiterer kleiner Sturz passierte Lars im Wechselbereich, bei dem aber, Gott sei Dank, nichts passiert ist. Anfangs lagen wir auf Platz 7, immer dicht gefolgt von der Mannschaft des TSSC Erfurt II. Schon in der 3. Stunde wechselten wir dann – leider – auf Platz 8, den wir dann bis zum Schluss behalten sollten. Nach 6 Stunden endlich „Bergfest“. Der Zähler stand auf 544 Runden für den HISC. 544 Runden zur Halbzeit, das hatte unsere Erwartungen übertroffen und machte Mut für Rest. Lächerliche 6 Stunden noch, dann ist es geschafft. Dann, ebenfalls etwa zur Halbzeit eine Premiere. Erstmals stand uns eine eigene Physiotherapeutin zur Seite, die extra mit Zug und Straßenbahn (ja wirklich) zu uns nach Erfurt gekommen war. Melanie, so hieß unser Knetengel, hatte sofort alle Hände voll zu tun. Eine solche Hilfe wird, gerade zu fortgeschrittener Zeit, gerne angenommen. Hier ein großes Dankeschön an Melanie. Es wäre schön, Dich nächstes Jahr wieder an Bord zu haben. Die zu fahrende Zeit wurde weniger, die Knochen schwerer, die Anstrengung mehr. Um noch einmal die letzten Reserven heraus zu locken, positionierte sich dann unser Motivationsteam, bestehend aus Katrin und Mandy direkt an der Bahn, um uns anzufeuern. Dankeschön auch an Euch, das hat wirklich geholfen. Die letzten fünf Minuten fuhr, wie im Jahr zuvor, Marcel. Da mussten noch einmal Kräfte mobilisiert werden, die wahrscheinlich gar nicht mehr da waren. Noch ein paar Runden auf das Vereinskonto, und es war geschafft. 12 Stunden lagen hinter uns. Mit insgesamt 1069 Runden und einem ganz sicheren Platz 8 haben wir zwar unser Vorjahresergebnis nicht ganz erreicht, können aber insgesamt sehr zufrieden sein. Laut Einstein wird man weniger alt, je schneller man sich fortbewegt. Und wir waren schnell. Auch wenn es nicht so aussah, aber wir können bei dem ganzen höchstens eine Stunde gealtert sein. Ein Narr, wer anderes behauptet. Jetzt, fast zum Schluss muss ich natürlich noch unseren Coach Uwe erwähnen (lobend natürlich), der für Organisation und Betreuung zuständig war. Danke auch an Dich – war super. Sieger wurde übrigens der TSSC Erfurt I mit sagenhaften 1240 Runden – ein neuer Rekord vor SC DHfK Leipzig I mit 1226 Runden und dem Axthelm + Zufall Team Gera mit 1200 Runden – unser Glückwunsch an die Gewinner. Schnell noch Siegerehrung, alles zusammenpacken – die Heimat ruft, laut und deutlich. Viele hatten nur noch den Wunsch nach einer Dusche und einem Fass Bier (oder zwei) – bescheiden, wie ich meine. Insgesamt wieder ein schöner und von den Erfurtern sehr gut organisierter Wettkampf bei dem es nur „Just for Fun“ heißt, der einfach nur alle verbinden soll, deren Leidenschaft schnelle Rollen sind. So wie auch dieses mal alle, vom 1. Bis zum 13. Sieger. Erfurt – bis nächstes Jahr….
Thomas H.
Hier noch die Ergebnisse unserer Sportler:
- Marcel Braun: 108 Runden - Lars Siegemund: 97 Runden - Christin Backstein: 96 Runden - Heiko Jiranek: 94 Runden - Maik Bühnemann: 94 Runden - Thomas Heine: 94 Runden - Thomas Neumann: 84 Runden - Maria Framke: 81 Runden - Bernd Friedrich: 81 Runden - Torsten Pertus: 81 Runden - Dörte Kutter: 80 Runden - Ines Beckstein: 79 Runden |
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